06 Jul 2021

Was ein Label bewirken kann – richtige Entscheidungen treffen und Greenwashing vermeiden

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Der US-Finanzdienstleister S&P Global lud kürzlich zu einer "Sustainable1"-Veranstaltung mit dem Titel  "Accelerating the Transition to Sustainability" ein. Dabei referierte unter anderem François Millet, Head of ETF Strategy, ESG & Innovation bei Lyxor über aktuelle ESG-Themen und den Kampf gegen Greenwashing. Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung der Highlights der Veranstaltung, die Sie sich auch in voller Länge anschauen können.

Agenda

  • Was sollte bei der ESG-Kennzeichnung von Finanzprodukten beachtet werden? 
  • Welche Erkenntnisse können wir aus der EU-Verordnung über Offenlegungspflichten und Taxonomie zu nachhaltigen Finanzprodukten ziehen?  
  • Zweitmeinungen von Beteiligten und die Vermeidung von Greenwashing 

Redner

  • Lauren Smart, Chief Commercial Officer ESG bei S&P Global Sustainable1 (Moderator)
  • Victor Van Hoorn, Executive Director bei EuroSif
  • François Millet, Head of ETF Strategy, ESG and Innovation bei Lyxor
  • Manjit Jus, Managing Director, Global Head of ESG Research & Data bei S&P Global

Hier finden Sie die vollständige Aufzeichnung der Veranstaltung



Victor Van Hoorn über den Stand der europäischen Nachhaltigkeitsregulierung

Victor: “Ich denke, dass die EU und die Europäische Kommission in den letzten Jahren definitiv eine Führungsrolle in diesem Bereich übernommen haben. (…) Das alles stammt aus der Zeit nach dem Pariser Klimaabkommen, als offensichtlich war, dass wir neben der öffentlichen Finanzierung auch private Mittel einsetzen müssen, wenn wir jemals die Klimaneutralitätsziele erreichen wollen. (…) In Europa gibt es zwei Gesetze, die daraus entstanden sind. Eines davon ist die viel diskutierte EU-Taxonomie, ein Klassifizierungssystem für wirtschaftliche Aktivitäten, die mit den Klimazielen zur Klimaneutralität in Einklang stehen. In gewisser Weise versucht die EU-Taxonomie den Begriff "grün" zu definieren und eine einheitliche Meinung darüber zu finden, was als nachhaltig oder "grün" angesehen werden kann. (…) Hinzu kommt die Sustainable Financial Disclosure Regulation, kurz SFDR, die auf dem besten Weg ist, den Markt zu revolutionieren. (…) Sie verlangt von Fondsanbietern, die Versprechungen rund um das Thema ESG oder zu nachhaltigem Investieren machen, dass diese Produkte verstärkt über mögliche Risiken aufklären. Dabei könnte die Frage aufkommen: "Erläutern Sie, wie ein Investmentportfolio abgesichert werden kann oder in der Lage ist, Risiken zu berücksichtigen, die sich aus der Anwendung von ESG-Kriterien ergeben können". Dies ist die eine Seite. Zu beachten ist hierbei, dass auch die Frage nach den Auswirkungen angesprochen werden sollte.“

François: "Die ETF-Industrie in Europa hat ein Gesamtvolumen von 1,1 Billionen Euro, wovon 12% ESG-ETFs ausmachen. Dies entspricht einem Gesamtvolumen von 130 Milliarden Euro. Bei den Net New Assets, den neu investierten Geldern, sieht es anders aus: Nachhaltige ETFs machen hier rund 50% aus. Daran lässt sich erkennen, dass sich der ETF-Markt in einem Wandel befindet. Keine Frage: Die Offenlegungsverordnung SFDR, wie von Victor beschrieben, war ein wichtiges Signal. (…) Die Klassifizierung von Produkten in diejenigen, die lediglich ESG-Merkmale berücksichtigen (SFDR-Artikel 8) und solche, die aktiv nachhaltige Anlageziele verfolgen (SFDR-Artikel 9), kann als entscheidend betrachtet werden. In der europäischen ETF-Landschaft sind weniger als 5% der Produkte SFDR-konform nach Artikel 9, der höchsten Nachhaltigkeitsklassifizierung. (…) Drei verschiedene Vorgaben müssen unsere Produkte erfüllen. Die erste Vorgabe bezieht sich auf die europäische Regulierung, einschließlich der Taxonomieverordnung, inklusive der Regulierung für Indexprodukte, sowie der Offenlegungsverordnung (SDFR). Die zweite Vorgabe bezieht sich auf nationale und lokale Regulierungsverordnungen, mit dem Ziel, Anforderungen an ESG-Produkte weiter auszubauen. In einigen Ländern, wie beispielsweise Frankreich, muss die Vorgehensweise eines ESG-Screenings nachgewiesen werden, was bei der europäischen Verordnung nicht der Fall ist. Und drittens geht es um die Labels, also die Kenntlichmachung eines ESG-geprüften Finanzprodukts.

Manjit: “Ich denke die kommende Regulierung in Europa bezüglich der Offenlegungsverpflichtung als auch die Bedingungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD), geben gute Rahmenbedingungen vor, um Umweltaspekte gebührend zu berücksichtigen. In diesem Zusammenhang sind große Anstrengungen erforderlich, um die Anforderungen der Regulierungsbehörden zu erfüllen. Anleger können sich heute wesentlich detaillierter informieren und Unternehmen damit unter Druck setzen. (…) Ich denke zudem, dass dies eine Gelegenheit ist, Anleger den Unternehmen näher zu bringen und ein Verständnis für die wichtigsten Informationen zu vermitteln. Dies wird außerdem von den Aufsichtsbehörden verlangt und aus diesem Grund wird es hoffentlich zu mehr Standardisierungsprozessen kommen. Und es könnte dazu führen, das Unternehmen bestimmte Informationen anders aufbereiten und Missverständnissen, wie in der Vergangenheit oftmals geschehen, vorbeugen. 

Lyxor setzt sich für die Kennzeichnung von ESG-konformen Finanzprodukten ein. Viele unserer ETFs besitzen eine SFDR 8- oder 9-Klassifizierung oder andere ESG-Labels.

Wir freuen uns darüber, dass zwei weitere ETFs aus unserer ESG Produktübersicht kürzlich das offizielle SRI-Label (Social Responsible Investing), eine Auszeichnung für ethische Investmentanlagen, erhalten haben:

Dies ergänzt unser wachsendes Universum an ESG-Zertifizierungen, darunter das SRI-Label für unseren MSCI Europe ESG Leaders (DR) UCITS ETF und unseren MSCI EMU ESG Leaders Extra (DR) UCITS ETF, sowie das Greenfin Label für unseren Green Bond (DR) UCITS ETF. Und wir sind kontinuierlich bestrebt, unsere ESG-Zertifizierungen auszubauen.


Wichtige Hinweise

Diese Veröffentlichung erfolgt durch Lyxor International Asset Management (LIAM), eine von der französischen Finanzmarktaufsicht Autorité des Marchés Financiers zugelassene und den Bestimmungen der OGAW-Richtlinie (2009/65/EG) und der AIFM-Richtlinie (2011/61/EU) unterliegende französische Verwaltungsgesellschaft. Société Générale ist ein von der französischen Aufsichtsbehörde Autorité de contrôle prudentiel et de résolution zugelassenes französisches Kreditinstitut (Bank). Einige der in dieser Broschüre beschriebenen Fonds sind entweder Teilfonds von Multi Units Luxembourg, Lyxor SICAV oder Lyxor Index Fund – Investmentgesellschaften mit variablem Kapital (SICAV) nach luxemburgischem Recht – und unterliegen der Aufsicht der Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) oder Teilfonds von Lyxor 1, ein Sondervermögen nach deutschem Recht, und unterliegen der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Alternativ dazu handelt es sich bei einigen der in diesem Dokument beschriebenen Fonds entweder um (i) französische FCPs (fonds commun de placement) oder (ii) Teilfonds von Multi Units France, einer französischen SICAV. Sowohl die französischen FCPs als auch die Teilfonds von Multi Units France wurden nach französischem Recht errichtet und von der Autorité des marchés financiers beaufsichtigt. Jeder Fonds erfüllt die Bedingungen der OGAW-Richtlinie (2009/65/EG) und wurde von der jeweiligen Aufsichtsbehörde genehmigt.Société Générale und Lyxor AM empfehlen Anlegern, den Abschnitt „Risikofaktoren“ im Prospekt und im Dokument mit wesentlichen Anlegerinformationen (Key Investor Information Document, KIID) des Produkts sorgfältig zu lesen. Der Prospekt in englischer und/oder deutscher Sprache und das KIID in deutscher Sprache sind kostenfrei in Deutschland bei Lyxor International Asset Management S.A.S. Deutschland, Neue Mainzer Straße 46-50, 60311 Frankfurt am Main; in Österreich bei Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG, Am Belvedere 1, A-1100 Wien, die als Zahlstelle und steuerlicher Vertreter agiert sowie unter lyxoretf.de erhältlich. Die Produkte sind Gegenstand von Market Making-Verträgen, deren Zweck darin besteht, unter der Voraussetzung normaler Marktbedingungen und normal funktionierender Computersysteme die Liquidität der Produkte an der Euronext Paris, der Deutschen Börse (Xetra) und der London Stock Exchange sicherzustellen. Anteile eines von einem Vermögensverwalter verwalteten OGAW-ETFs, die am Sekundärmarkt erworben wurden, können in der Regel nicht direkt an den Vermögensverwalter zurückverkauft werden. Anleger müssen Anteile am Sekundärmarkt mit Unterstützung eines Intermediärs (z. B. eines Brokers) kaufen und verkaufen, wobei hierfür Gebühren anfallen können. 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Research-Hinweise

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Interessenkonflikte

Dieses Research-Dokument enthält die Einschätzungen, Meinungen und Empfehlungen der Research-Analysten und/oder Strategen von Lyxor International Asset Management („LIAM“) aus den Bereichen Cross Asset und ETF. Sofern dieses Dokument Anlageideen enthält, die auf Makro-Einschätzungen der wirtschaftlichen Marktbedingungen oder dem relativen Wert beruhen, können diese von den grundsätzlichen Meinungen von Cross Asset und ETF Research und Empfehlungen in Sektor- oder Unternehmens-Research-Berichten von Cross Asset und ETF Research sowie von den Einschätzungen und Meinungen anderer Abteilungen von LIAM oder seinen Tochtergesellschaften abweichen. Die Research-Analysten und/oder Strategen von Lyxor Cross Asset und Lyxor ETF konsultieren regelmäßig LIAM-Mitarbeitende aus dem Vertrieb und der Portfolioverwaltung in Bezug auf Marktinformationen, darunter Marktkurse, Spreads und Handelsaktivität von ETFs, die Aktien-, Anleihe- und Rohstoffindizes nachbilden. Die Handelsabteilungen können oder konnten in der Vergangenheit Transaktionen grundsätzlich auf Basis der Einschätzungen und Berichte der Research-Analysten durchführen. Lyxor verfügt über verbindliche Research-Richtlinien und -Verfahren, die angemessen (i) sicherstellen sollen, dass in Research-Berichten angegebene Fakten auf zuverlässigen Informationen beruhen, und (ii) verhindern sollen, dass Research-Berichte unangemessen selektiv oder in unangemessener Staffelung veröffentlicht werden. Zudem hängt die Vergütung der Research-Analysten zum Teil von der Qualität und Genauigkeit ihrer Analysen, vom Kundenfeedback und von Wettbewerbsfaktoren sowie von den Gesamterlösen von LIAM, einschließlich Erlösen aus Anlageverwaltungsgebühren, Anlageberatungsgebühren und Vertriebsgebühren, ab.