21 Apr 2021

ESG-Offenlegungsstandards (SFDR)


power of green

Was bedeutet SFDR?



Hinter der Abkürzung SFDR verbirgt sich die Bezeichnung Sustainable Financial Disclosure Regulation, zu deutsch nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor. Dabei handelt es sich um die Umsetzung einer EU-Verordnung mit dem Ziel, Finanzmarktteilnehmer und Finanzberater dazu zu verpflichten, Anleger in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte eines Finanzprodukts (z.B. eines ETFs) transparent zu informieren. Diese EU-Verordnung ist seit dem 11. März 2021 in Kraft und unter anderem für Fondsgesellschaften in Europa verpflichtend.

Wie kann ich als Anleger sicher sein, dass ein Finanzprodukt tatsächlich ESG-Kriterien berücksichtigt?

Bislang gab es keine standardisierte Bewertungsgrundlage, ob ein Finanzprodukt tatsächlich die beworbenen Eigenschaften in Bezug auf die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten enthält. Mit der EU-Verordnung über die SFDR-Klassifizierung erhalten Anleger nun die Möglichkeit, sich angemessen über die nachhaltigkeitsbezogenen Auswirkungen ihrer Investitionen zu informieren, um fundierte Anlageentscheidungen zu treffen.

Die wichtigsten Offenlegungspflichten für Finanzmarktteilnehmer und Finanzberater:

  • Transparenz hinsichtlich möglicher Risiken im Bereich Nachhaltigkeit: Veröffentlichung möglicher Risiken bei der Integration von Nachhaltigkeitsaspekten im Anlageentscheidungsprozess.
  • Transparenz hinsichtlich möglicher nachteiliger Auswirkungen aufgrund der Einbeziehung von Nachhaltigkeitsaspekten: Verpflichtung zur Erklärung der Strategie, sofern sie nachteilige Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Basis von Nachhaltigkeitsfaktoren berücksichtigen.
  • Transparenz hinsichtlich der Vergütungsrichtlinien: Veröffentlichung der Vergütungsrichtlinien und Erläuterung darüber, wie diese mit der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten vereinbar sind.
  • Transparenz hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf die Rendite bei der Integration von Nachhaltigkeitsaspekten: Angabe von Einzelheiten im Prospekt darüber, wie Nachhaltigkeitsrisiken in Anlageentscheidungen integriert werden und welche Auswirkungen diese auf die Rendite der Finanzprodukte haben können

Die drei SFDR-Artikel-Klassifizierungs gruppen

Im Wesentlichen läuft die SFDR-Klassifizierung darauf hinaus, ein Finanzprodukt einem der folgenden Artikel zuzuordnen:

Artikel 6:
Finanzprodukte, die keine ökologischen und/oder sozialen Merkmale hervorheben, aber möglicherweise einige grundlegende ökologische oder soziale Schutzmaßnahmen anwenden.

Artikel 8:
Finanzprodukte, die im Rahmen ihrer Anlagestrategie ökologische und/oder soziale Merkmale hervorheben, sofern die Unternehmen, in die investiert wird, Praktiken guter Unternehmensführung befolgen.


Artikel 9:

Finanzprodukte mit konkreten nachhaltigen Zielen, beispielsweise dem Ziel einer geringeren CO2-Emission, um die Erderwärmungsziele des Pariser Abkommens zu erreichen, fallen in diese Kategorie.

Mehr erfahren

Lyxor bietet zahlreiche ETFs, die nach Artikel 8 oder Artikel 9 klassifiziert sind und somit entsprechend den gesetzlichen Anforderungen über Nachhaltigkeitsaspekte informieren. Eine Übersicht aller nachhaltigen Lyxor ETFs und ihrer SFDR-Klassifizierung finden Sie auf unseren Produktübersichtsseiten sowie in dieser Produktübersichtsliste

Bei Rückfragen zum Thema SFDR-Klassifizierung steht Ihnen unser ETF-Team gerne zur Verfügung.